Praxis Scheibner
Psychosoziale Beratungspraxis

Erste Hilfe - wenn alle frustriert sind

Bild von Thomas Park aus Unsplash

1. Pause einlegen Ein überhitztes System lernt nicht. Manchmal ist ein Nachmittag ohne Lernen die beste Investition.


2. Erwartungen überprüfen Sind die Ziele realistisch? Ist das Kind überfordert? Sind die Eltern erschöpft? Oft hilft ein Perspektivenwechsel.


3. Kleine Schritte feiern Nicht nur Noten zählen – auch Einsatz, Mut, Durchhaltevermögen und kleine Fortschritte.


4. Gemeinsam Lösungen suchen „Was würde dir helfen, wieder leichter anzufangen?“ Kinder und Jugendliche haben oft gute Ideen – wenn man ihnen zuhört.


5. Unterstützung holen Manchmal braucht es eine neutrale Person, die entlastet und neue Wege zeigt.


Wenn Ihr Kind im Volksschulalter ist

In diesem Alter hilft es am meisten, den Druck herauszunehmen und Ihrem Kind zu zeigen, dass Lernen nichts Bedrohliches ist. Wenn Frust entsteht, wirkt eine kurze Pause oft besser als jede Ermahnung. Kinder brauchen kleine, überschaubare Aufgaben und schnelle Erfolgserlebnisse, um wieder Mut zu fassen. Lernen darf spielerisch sein – Farben, Bewegung oder kleine Geschichten machen vieles leichter. Wichtig ist, dass Sie die Gefühle Ihres Kindes ernst nehmen und ihm vermitteln, dass es nicht allein ist.

Bild von Vitaly Gariev aus Unsplash



Wenn Ihr Kind zwischen 10 und 13 Jahre alt ist

Kinder in diesem Alter suchen Orientierung und wollen gleichzeitig mehr Selbstständigkeit. Motivation entsteht, wenn sie das Gefühl haben, mitreden zu dürfen. Ein ruhiges Gespräch darüber, was gerade schwerfällt, öffnet oft Türen, die Druck verschließen würde. Kurze Lernzeiten, klare Strukturen und kleine Ziele helfen, wieder ins Tun zu kommen. Wenn Sie Erfolge sichtbar machen und Ihr Kind ermutigen, eigene Lösungen vorzuschlagen, wächst das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Bild von Annika Gordon aus Unsplash



Wenn Ihr Kind ein Jugendlicher ist

Jugendliche brauchen vor allem das Gefühl, ernst genommen zu werden. Motivation entsteht in diesem Alter selten durch Druck – sondern durch echte Beziehung, Vertrauen und das Gefühl, selbst etwas gestalten zu dürfen. Wenn Ihr Kind spürt, dass Sie zuhören, ohne sofort zu bewerten, öffnet sich oft wieder ein Zugang zum Lernen. Ein ruhiges Gespräch darüber, was gerade schwerfällt, kann überraschend viel bewegen.

Wichtig ist, dass Jugendliche verstehen, wofür sie etwas lernen. Sobald ein persönlicher Sinn erkennbar wird – sei es ein Berufswunsch, ein Ziel oder einfach der Wunsch, unabhängiger zu werden – fällt der Einstieg deutlich leichter. Kleine, realistische Schritte helfen dabei, wieder ins Tun zu kommen, ohne sich überfordert zu fühlen.
Bild von Tim Mossholder aus Unsplash


Gleichzeitig brauchen Jugendliche ausreichend Schlaf, Bewegung, Ausgleich und soziale Kontakte, um überhaupt motiviert sein zu können. Wenn die Beziehung stimmt und der Alltag nicht nur aus Pflichten besteht, entsteht oft ganz von selbst wieder mehr Energie und Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.


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