Tipps & Tricks für Eltern und Kids
Damit des Gehirn das Erlernte gut verarbeiten, strukturieren und vernetzen kann, braucht es Zeit! Daher sind kurze Pausen während des Lernens sehr wichtig. Auf ausreichende Bewegung und Sport, am besten in der frischen Luft und genügend Schlaf sollte man ebenso achten, damit das Lernen zum Erfolg führt.
Nicht zuletzt trägt auch ausreichendes Trinken und eine ausgewogene Ernährung dazu bei, dass das Gehirn aufnahmefähig und leistungsfähig bleibt.
Nützliche Lernstrategien für Kinder und Jugendliche im Überblick:
Lernen gelingt leichter, wenn Methoden zu den individuellen Bedürfnissen passen. Diese Strategien unterstützen Kinder und Jugendliche dabei, motiviert zu bleiben, konzentriert zu arbeiten und Inhalte wirklich zu verstehen.
1. Motivation & Lernhaltung
Eine positive Einstellung zum Lernen entsteht, wenn Lernende merken, dass sie etwas schaffen können.
Beispiele:
– Kleine Etappenziele setzen, die schnell erreichbar sind
– Erfolge sichtbar machen, z. B. mit einem Fortschrittsplan
– Aufgaben mit persönlichen Interessen verbinden
Liebe Eltern: Sie können Ihr Kind unterstützen, indem Sie echtes Interesse zeigen und kleine Fortschritte bewusst wahrnehmen. Wenn Sie gemeinsam erreichbare Ziele festlegen und Erfolge wertschätzen, erlebt Ihr Kind, dass sich Anstrengung lohnt – das stärkt die innere Motivation.
2. Konzentration & Fokus
Eine klare Struktur hilft, Ablenkungen zu reduzieren und den Kopf frei zu halten.
Beispiele:
– 20‑Minuten‑Lernphasen mit kurzen Pausen
– Handy weglegen oder in den Flugmodus schalten
– Vor dem Lernen kurz bewegen oder frische Luft schnappen
Liebe Eltern: Sie helfen Ihrem Kind, wenn Sie eine ruhige Lernumgebung schaffen, feste Lernzeiten etablieren und Ablenkungen reduzieren. Kurze Bewegungspausen oder kleine Rituale vor dem Lernen können Sie gemeinsam einführen, damit Ihr Kind leichter in den Fokus findet.
3. Effektive Lerntechniken
Methoden, die Inhalte strukturieren, erleichtern das Verstehen und Merken.
Beispiele:
– Mindmaps oder Skizzen zu einem Thema erstellen
– Inhalte laut erklären, als würde man sie jemandem beibringen
– Karteikarten für Vokabeln oder Fachbegriffe nutzen
Liebe Eltern: Sie müssen nicht mitlernen – aber Sie können Ihr Kind ermutigen, verschiedene Methoden auszuprobieren und herauszufinden, was gut funktioniert. Ein kurzer Blick auf Mindmaps, Karteikarten oder Zusammenfassungen zeigt Ihrem Kind, dass Sie seinen Einsatz sehen und wertschätzen.
4. Texte verstehen & Inhalte verarbeiten
Texte werden leichter verständlich, wenn man sie aktiv bearbeitet.
Beispiele:
– Wichtige Stellen markieren und Randnotizen schreiben
– Abschnitte in eigenen Worten zusammenfassen
– Fragen an den Text formulieren („Was ist die Hauptaussage?“)
Liebe Eltern: Sie können Ihr Kind unterstützen, indem Sie Fragen stellen wie: „Worum geht es hier?“ oder „Wie würdest du das jemandem erklären?“. So regen Sie zum Nachdenken an, ohne Druck aufzubauen, und stärken das Textverständnis.
5. Mathe & Problemlösen
Struktur und Wiederholung helfen, Sicherheit in Mathematik zu gewinnen.
Beispiele:
– Aufgaben in kleine Schritte zerlegen
– Fehler bewusst analysieren, statt nur zu korrigieren
– Rechenwege mit Beispielen aus dem Alltag verbinden
Liebe Eltern: Geduld ist hier besonders wichtig. Sie können Ihrem Kind helfen, Aufgaben Schritt für Schritt anzugehen und Fehler als Lernchance zu betrachten. Ein ruhiger Rahmen und Ermutigung reduzieren Frust und stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
6. Kreatives & spielerisches Lernen
Abwechslung macht Lernen lebendig und motivierend.
Beispiele:
– Lerninhalte zeichnen oder mit Farben visualisieren
– Rollenspiele oder Dialoge in Sprachen üben
– Lernvideos oder Apps zur Vertiefung nutzen
Liebe Eltern: Sie können Materialien bereitstellen, kreative Ideen zulassen und Lernwege unterstützen, die nicht „klassisch“ aussehen. Wenn Lernen Spaß machen darf, bleibt Ihr Kind motiviert und Inhalte werden leichter behalten.
7. Gemeinsam lernen
Austausch fördert Verständnis und stärkt die Motivation.
Beispiele:
– Lernpartner:in suchen und gegenseitig abfragen
– Inhalte in der Familie erklären
– Gemeinsame Lernzeiten mit Freund:innen vereinbaren
Liebe Eltern: Sie können kurze Abfrage‑Runden anbieten, sich Inhalte erklären lassen oder Lernzeiten gemeinsam planen. Das schafft Verbindung, stärkt das Selbstvertrauen Ihres Kindes und zeigt, dass Lernen ein gemeinsamer Prozess sein darf.
8. Umgang mit Stress & Emotionen
Ein ausgeglichener Alltag ist entscheidend für Lernfähigkeit.
Beispiele:
– Atemübungen oder kurze Entspannungsphasen
– Lernpausen bewusst einplanen
– Gefühle benennen und über Frust oder Druck sprechen
Liebe Eltern: Sie helfen Ihrem Kind, wenn Sie Pausen ernst nehmen, über Gefühle sprechen und Entspannung bewusst vorleben. Ein ausgeglichener Alltag ist entscheidend dafür, dass Ihr Kind konzentriert und motiviert lernen kann.
9. Organisation & Selbstständigkeit
Struktur gibt Sicherheit und fördert Eigenverantwortung.
Beispiele:
– Wochenplan für Schule, Freizeit und Lernzeiten
– Schulmaterial regelmäßig ordnen
– Große Aufgaben in kleine, machbare Schritte teilen
Liebe Eltern: Sie können gemeinsam mit Ihrem Kind Wochenpläne erstellen, Materialien ordnen und große Aufgaben in kleine Schritte gliedern. Wichtig ist, dass Sie Ihrem Kind nach und nach mehr Verantwortung überlassen – so wächst Selbstständigkeit ganz natürlich.
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